Es ist 2011. Du fühlst Dich alleine. Du fühlst Dich kraftlos, es wirkt alles so ausweglos. Eine Mischung aus Grau und Schwarz mit leichten Nuancen von Dunkellila und Braun. Wenn überhaupt. Du überlegst, wie es weitergehen soll. Ob es überhaupt weitergehen wird. Ob es weitergehen soll. Hast Du noch Kraft? Du weißt einfach nicht mehr weiter. Du machst zwar weiter, aber mit vielen Zweifeln und Unsicherheit.

Es ist 2016. Vieles ist anstrengend. Du hörst Adeles 25-Album zum 17. Mal gerade in der S-Bahn. Du merkst, dass Du manchmal echt frustrierst bei so viel Chaos im Studium. Oh, was würde ich gerade für ein leckeres Eis geben. Du freust Dich am Wochenende auf das Feiern mit deinen Freund:innen im Club. Vielleicht läuft ja Dangerous Woman von Ariana Grande.

Es ist 2021. Ich habe mich gerade darüber aufgeregt, dass ich die Glasur meiner Torte verbockt habe. Naja, was solls, kann ich jetzt eh nicht mehr ändern. In dem Moment umarmt mich mein Partner von hinten und gibt mir einen Kuss auf die Wange.

Es ist 2026. Ich schreibe Dir diesen Brief, damit Du weißt, dass ich kurz vor dem Aufgeben stand. Ich hatte mich der Entscheidung gestellt und für das Leben entschieden. Ich fühlte mich alleine, einsam, ausweglos. Aber ich habe mich trotzdem dafür entschieden, dass es einfach weitergehen muss. Ich hätte mir gewünscht zu wissen, dass es da draußen Menschen gibt, die ein Beispiel für mich sind, dass es besser werden kann. Dass es besser werden wird.

Glaub an Dich und deine Zukunft, Du bist es wert. <3

Stefan

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