Hallo,
Vorweg: Es tut mir leid zu hören, dass du gerade so eine schwere Phase durchmachst. Es ist okay, wenn es dir so geht – ich war auch schon an genau diesem Punkt.
Manche Tage fühlen sich endlos an, erdrückt von Selbstzweifeln und dieser lähmenden Müdigkeit. Aufzustehen oder ganz normale Dinge zu schaffen, kann sich wie ein unüberwindbarer Berg anfühlen. Und dann sieht man andere in unserem Alter, bei denen alles “läuft”, und hat das Gefühl, meilenweit hinterherzuhinken.
An den wirklich dunklen Tagen fragt man sich, ob alle um einen herum nicht besser dran wären, wenn man einfach nicht mehr da wäre.
Das ist ein täglicher Kampf, und Depressionen rauben einem unfassbar viel Kraft. Das ist scheiße, einfach nur scheiße.
Aber – und ja, das klingt jetzt vielleicht wie ein platter Spruch – es kommen wirklich bessere Tage.
Jeder Mensch hat einen Wert und trägt etwas bei, auch wenn man es selbst in diesen Momenten absolut nicht sehen kann. Der Postbote, der immer deine Post bringt. Der Friseur, der sich freut, wenn du wieder da bist. Die Nachbarin, die dankbar für das angenommene Paket ist. Der Fremde, dem du den Weg erklärst.
In unserer Welt fühlt sich vieles sinnlos an, das stimmt. Aber wir haben es als Menschen immer wieder geschafft, voranzukommen.
Das Schöne an uns ist unsere Hoffnung – auch wenn sie manchmal nur ein winziger Funke ist.
Was mir geholfen hat, sind kleine Dinge. Vielleicht hilft dir das auch: Nimm dir einen Moment und überlege, wofür du heute dankbar sein kannst. Nur drei kleine Dinge.
Hier sind meine für heute:
Ich bin dankbar, dass es Plattformen wie diese gibt, wo man solche Gedanken teilen kann.
Ich bin dankbar, dass ich durch Therapie und viel Arbeit wieder etwas Licht sehen kann.
Und ich bin unendlich dankbar, dass DU dir gerade die Zeit nimmst, das hier zu lesen, und dich dafür entscheidest, weiterzumachen.
Du bist nicht allein.
Halte durch.
Maria