Ich habe ein Buch gelesen.
Das hat mir sehr geholfen.
(Überwintern/ Wenn das Leben innehält/ von Katharine May)
Ich halte es demnach für ganz natürlich, dass jeder immer wieder in seinem Leben Zeiten das Winters erlebt.
Das sind Phasen, in denen man sich ausgesondert, ausgeschlossen und ausgebremst fühlt.
Durch Trauer, Angst, Schmerz oder Entscheidung die nicht Rückgänge zu machen sind.
Das passt für mich persönlich zu meiner Erkrankung.
Der Winter kam für mich unerwartet.
Ich konnte mich nicht direkt vorbereiten.
Die kalte Zeit erwischte mich direkt aus dem Sommer heraus und ich erstarrte…
Nach dem ersten Schock ist Zeit vergangen.
Ich habe meine Krankheit akzeptiert.
Ich kümmere mich um mich.
Ich bin dankbar für die Tage und Stunden ohne Schmerzen und wenn ich Schmerzen habe, dann bin ich dankbar für die Menschen, die bei mir sind.
Wenn auch keine Menschen bei mir ist, dann halte ich den Blick auf die Natur gerichtet.
Sie gibt mir Sonnenstrahlen. Vögelgezwitscher und hält meine Neugier wach.
In dem Buch steht:
„Es liegt nicht bei uns, ob ein Winter einkehrt-aber es liegt bei uns, wie wir mit ihm umgehen.“
Das ist mein Leitsatz.
Ich lasse mich ganz und gar auf diese Zeit ein. Erkenne die Schönheit, die Möglichkeit der Ruhe und freue mich am Leben zu sein.
Winter ist heißer Tee, dicke Socken und Zeit zum heilen für mich.
Eine Zeit zum Nachdenken zum Erholen, zum langsam Wiederaufladen.
Das Leben ist nicht immer Sommer voller, Reichtum, schöne Körper und Partys mit Freunden. Aber es hält auch jetzt freundliche, ruhige Kraft bereit.
Was ich ganz sicher weiß. Der Frühling wird kommen. Ich werde durch diese Zeit stärker. Neu. Strahlende als früher. Ganz sicher.
Halte Ausschau nach den Zeichen, mein Freund.
Ein Freund