Es gab eine Zeit , da dachte ich dass diese Scheidung das schlimmste ist, was mir je passieren könnte.
Es war schlimm und es war hart, vor allem der Verlust von sozialen Statussymbolen wie Haus, Auto.
Danach habe ich erlebt wie durch telefonischen trickbetrug Vertrauen zu meinen Eltern verloren ging. Das war schlimm. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis sich der angerichtete Schaden langsam wieder korrigieren ließ.
In dieser Zeit konnte und wollte ich kämpfen. Ich hatte ein Ziel. Das ist wichtig. Ein Ziel zu haben. Und ist es noch so klein.
Das kann eine Ausbildung sein oder die Gründung einer Familie.
Dabei erleben wir uns immer wieder neu und entdecken unsere Stärken und Schwächen.
Von dem Brocken Heart Syndrom bin ich irgendwann in das empty Nest Syndrom gestolpert.
Plötzlich waren alle weg.
Haus weg. Mann weg. Kinder weg. Job weg. Gesundheit Weg.
Plötzlich starben die Eltern. Eine sehr gute Freundin nahm sich das Leben.
Da war sie wieder. Die Frage die ich mir schon mit 18 Jahren gestellt hatte.
Was ist der Sinn des Lebens ?
Nach vielen Veränderungen und vielen Kämpfen stelle ich fest, ich lebe noch.
Jetzt, am Ende des Winters , mit den lichtarmen Tagen und den Halsentzündungen, drängen sich wieder mal depressive Gedanken in den Vordergrund. Man sollte den Zusammenhang unbedingt erkennen.
Und es reicht ein kurzer Moment der Aufmerksamkeit eines anderen Menschen, um den Teufelskreis einer Depression zu durchbrechen.
Daher dieser Brief.
Wie hat Buddha gesagt:
Nichts tun, still sitzen. Frühling kommt.
Für alle, die manchmal sehr traurig sind. Es ist ein menschliches Gefühl und vergeht wieder.
Alles Gute und viel Glück für dein nächstes Projekt <3
Linda