Ich weiß nicht genau, wie sich dein Schmerz anfühlt. Aber ich weiß, wie es ist, zurückzubleiben.
Mein Vater hat sich das Leben genommen, als ich 25 war. Ich bin übrig geblieben – mit Fragen, mit Sehnsucht, mit dem Wunsch, er hätte mit mir gesprochen.
Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass er mir zeigt, wie schwer es für ihn war. Dass er nicht stark sein muss. Dass er nicht alleine tragen muss, was ihn zerdrückt.
Vielleicht glaubst du gerade, du müsstest stark sein. Vielleicht willst du niemandem zur Last fallen. Aber ich verspreche dir: Dein Bleiben ist kein Gewicht. Dein Leben ist kein Fehler.
Dein Schmerz darf geteilt werden.
Es gibt Menschen, die dich lieber mit deiner Verzweiflung hier hätten als ohne dich leben zu müssen. Sprich. Irgendwie. Mit irgendwem. Du musst das nicht alleine schaffen.
Bitte bleib. Auch wenn es sich heute unmöglich anfühlt.
Bleib – für die Möglichkeit, dass es sich irgendwann anders anfühlen darf.
K.