An alle, denen es gerade nicht gut geht,
ich schreibe diese Zeilen, weil ich weiß, wie schwer es sein kann. Ich stecke momentan selbst in einem Burnout. Aber genau aus der Mitte dieser Erschöpfung heraus möchte ich dir etwas Wichtiges mitgeben: Es gibt Hoffnung, und es gibt so viele Gründe für Mut.
In unserer heutigen Gesellschaft ist es absolut nicht unnormal, dass die Seele irgendwann streikt. Eigentlich ist es eine völlig menschliche und logische Reaktion auf eine Welt, die oft viel zu viel von uns verlangt. Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn man psychisch erkrankt.
Das Leben besteht aus Höhen und Tiefen. Das ist ein natürlicher Prozess, und beides gehört dazu. Die große Aufgabe besteht nicht darin, niemals zu fallen, sondern einen eigenen Weg zu finden, wie man mit diesen Phasen umgeht.
Mir hilft es ungemein, mich auf das Positive zu konzentrieren, denn das ist am Ende so viel zielführender. Selbst an Tagen, an denen alles grau erscheint, gibt es eine unfassbar positive und tröstende Wahrheit: Wir sind mit unserer Krankheit niemals allein. Es gibt so viele von uns, die gerade ähnliche Kämpfe ausfechten. Das Wissen, dass so viele andere diesen Weg gehen, macht mir unglaublich viel Mut. Es nimmt der Krankheit das Stigma und zeigt mir, dass wir Teil einer großen, stillen Gemeinschaft sind.
Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Es ist völlig in Ordnung, jetzt gerade nicht zu funktionieren. Der Weg durch dieses Tief mag anstrengend sein, aber wir gehen ihn nicht alleine – und das ist ein wunderbarer Gedanke, an dem wir uns festhalten können.
Bleib mutig, du machst es gut.
Janine