Hallo, ich bin vor zweieinhalb Jahren mit 50 an Krebs erkrankt und ich möchte gerne erzählen, was mir Mut macht und geholfen hat. Vielleicht kann ich mit meinen Worten auch dir Hoffnung geben.
Ich hatte soviel Glück im Unglück. Eierstockkrebs wird meistens erst sehr spät erkannt. Mein Befund war ein Zufallsbefund. Es gab bereits Metastasen. Nach der großen Bauch-OP folgten Chemotherapie und Antikörpertherapie. In dieser Zeit hat es mir sehr geholfen, nur in kleinen Schritten zu denken und zu handeln. Somit war jede Chemotherapie, die ich hinter mich gebracht hatte, auch ein kleines Fest in meinem Leben. Am Ende der Therapie, vor einem Dreivierteljahr, sagte die Ärztin zu mir: „Genießen Sie das Leben!“ Und das tue ich. Ich konnte lange Zeit schlecht und auch nur mit großen Schmerzen laufen. Einige Dinge, die früher wichtig waren, konnte und kann ich nicht tun. Dafür habe ich andere Hobbys gefunden. Die wertvollste Entdeckung für mich ist das Lachyoga und seit ein paar Wochen bin ich ehrenamtlich beim Lachtelefon tätig. Das bringt mir sehr große Freude.
Was mir auch sehr gut tut, ist der Kontakt mit anderen und der Zuspruch, der mir zuteil wird. Ich habe mich entschieden, offen mit meiner Erkrankung umzugehen, und mache größtenteils gute Erfahrungen damit. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Danke, dass du diese Zeilen liest und ich auf diese Weise auch mit dir teilen darf.
Martina