Hallo ihr da draußen in dieser lauten Welt,
es ist nicht so einfach in dieser Welt zu sein und in ihr zu leben.
Vor ca. 7 Jahren war es bei mir soweit, dass ich sie verlassen wollte. Damals war mir nicht klar, dass ich an schweren Depressionen litt. Alles war mir zu viel und jede Verpflichtung zu anstrengend. Es gab niemanden, der mich verstanden oder gar unterstützt hat. Es hieß immer nur: „Ja und was soll ich da tun?“. „Du hast es doch gut. Frau, Hund, Kanarienvogel, Haus.“ Wenn ich auf der Couch lag, einfach nur vor mich hingestarrt habe und daran gedacht habe wenn ich diese Scheiße nicht mehr aushalten muss. Irgendwann kam dann der Entschluss dem Ganzen ein Ende zu setzen.
Nun, dass es nicht geklappt hat, merkt ihr daran, dass ihr diese Zeilen lesen könnt. Nach dem Suizidversuch war ich ein halbes Jahr in einer Klinik und habe dort viel gelernt. Den Sinn des Lebens habe ich immer noch gesucht. Mittlerweile geht es mir gut. Depressionen habe ich immer noch, habe sie aber im Griff.
Einem Menschen der nicht mehr leben möchte, dieses auszureden ist verdammt schwer und ich möchte es auch erst gar nicht versuchen. Weil es für jeden Einzelnen von euch individuelle Worte bedarf.
Gerne würde ich Jedem diese Worte geben. Was ich jedoch kann, ist euch die Hand in Gedanken zu reichen, an euch glauben und ebenfalls in Gedanken in den Arm nehmen und mit euch weinen.
Vielleicht fallen mir noch bessere Worte ein und werde sie hier schreiben.
Euer Stefan.