Liebe(r) Zweifler*in,

Zweifel, die wie eine tosende Welle über dich hinweg rollen, können dich erdrücken, dass sie dir die Luft zum atmen nehmen.
Aber wie das mit Wellen so ist, sind sie nur einen Bruchteil der Sekunde wirklich stark.
Danach verebben sie.
Ihre Kraft spült mit dem Wasser davon.
Und genau so ist es mit den Zweifeln.

Lass die Zweifel aus dir herausziehen. Lass sie mit der Wucht gehen, mit der sie gekommen sind.

Zu zweifeln ist immer okay. Niemand, wirklich Niemand (!) ist sich seiner Selbst stets und ständig sicher.
Niemand, wirklich niemand hat ein rundum erfolgreiches Leben, ohne dabei jemals gezweifelt zu haben.

Ich habe gezweifelt. An mir. So krass, dass es leicht erschien, mit diesem Sog der Welle zu gehen.

Doch ich bleibe!
Aus demselben Grund.
Weil dieselbe unbändige Wellen-Kraft gleichzeitig mich selbst wieder spüren ließ.
Ich nahm diese Kraft des Wellen-Soges wahr. Und ich erinnerte mich.
Der Wellen-Sog erinnerte mich an Zeiten, in denen ich andere Wellen spürte.
Wellen der Zufriedenheit. Wellen des Glücks. Wellen der Entschlossenheit.
Ich erinnerte mich, dass ich Kraft hatte.
Kraft für Mut. Kraft für Entscheidungen.
Und dies Erinnerung brachte mir genau die Kraft zu entscheiden, nicht zu gehen.
Zu Bleiben.

Ich bin hier. Bereits in der Mitte meines Lebens. Und ich bin hier, um zu bleiben.
Die Welle des Zweifelns habe ich mehrmals erlebt. Ich weiß um ihre Wucht. Aber ich weiß auch, dass ich nicht mit ihr untergehe. Weil ich mir vertraue. Meinem Verstand. Meinem Glauben an meine Fähigkeiten. Und meinem festen Willen, es zu schaffen. Nur den nächsten Schritt. Nicht alles auf einmal.

Jetzt gerade, wenn du das liest, glaubst du schon an dich. Weil du nach etwas suchst, was dich hier hält. Weil du etwas brauchst, was dir sagt, du sollst bleiben. Dabei ist das schon die erste Entscheidung für dich selbst. Ich für das Leben!

Diese Zeilen sind dein Halt für den Moment. Das mag sich wenig anfühlen. Aber es ist ein Halt, der dir aufzeigt, dass er ohne deinen Willen gar keine Wirkung hätte.

Es sind nicht meine Zeilen, die dich halten.
Es ist dein Wille, sie lesen zu wollen!

Bleibe. Und ich bin mir sicher, dass du diese noch kleine Welle an Kraft und Entschlossenheit in dir wachsen lassen kannst.

In Zuversicht,

Eine Zweiflerin

Astrid

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