Hi,
die Natur ist wunderschön, nicht wahr? Ich weiß nicht, ob du es gerade sehen kannst, aber da ist ein Samen im Boden, der nur darauf wartet, zu sprießen. Und da sind Bäume, die im Winter tot aussehen, aber eigentlich nur schlafen und nur darauf warten, dass sie wieder blühen können. Da ist die Sonne hinter den Wolken. Und der Mond, der immer da ist, auch wenn man ihn nicht sehen kann. So wie man viele Dinge nicht sehen kann, die trotzdem immer da sind. Wie Freunde zum Beispiel. Ein lächelndes Gesicht oder eine helfende Hand. Oder Hoffnung und Liebe…
Entschuldige, ich kam vom Thema ab. Es ging um die Natur.
Um Pflanzen und Tiere, die selbst an Orten einen Weg finden, zu überleben, dir wir Menschen als unwiederbringlich zerstört gesehen hatten. Oder an Orten, die uns so fern von Leben scheinen, dass wir es dort kaum aushalten. Aber die Natur scheint niemals aufzugeben. Sie findet immer irgendeinen Weg.
Und gleichzeitig hat sie so viele Farben und Geräusche, die wir gar nicht alle sehen und hören und kaum aufnehmen können. Und trotzdem versuchen wir es. Jeder einzelne in seiner individuellen Wahrnehmung, die niemals ganz gleich einer anderen Person sein wird. Denn irgendwie sind wir alle einzigartig. Genau wie die Natur, die bevölkert ist von Lebewesen, die immer einen Grund zum Leben finden und immer dafür kämpfen, am Leben zu bleiben, auch wenn es unmöglich scheint.
Ich habe mich nur gefragt, ob nicht auch wir Menschen zur Natur gehören und ob wir dann nicht auch immer einen Grund zum Leben finden können, auch in den unmöglichsten Situationen.
Und ich weiß, das ist schwer. Aber vielleicht kannst du einfach mal kurz aus dem Fenster sehen, zur Sonne oder zum Mond. Und auch wenn du sie gerade nicht sehen kannst: Keine Sorge, sie sind immer da.